Christian Ilzer
“Mit Schubladendenken kann ich nichts anfangen.”

Im Monat März wollen wir uns bei Spielfrei etwas genauer mit Trainern auseinandersetzen. Nachdem uns Petru Ciochirca im großen Schiedsrichter-Interview bereits über die taktischen Raffinessen von Christian Ilzer erzählt hat, wollten wir beim gebürtigen Pucher mal etwas genauer nachhaken. Vor dem Start in die heurige Frühlingssaison haben wir uns mit Christian im Stadion seines Vereins in Hartberg getroffen, um über seine Transition vom Spieler zum Trainer, das Interesse des SK Sturm und über verschiedene Trainer- und Spielertypen zu sprechen. Außerdem wollten wir wissen, was taktisch aktuell angesagt ist bzw. was in nächster Zeit auf uns zukommen wird.

© spielfrei.at

(mehr …)

Das Zeit- und Strafraum Kontinuum: 
Minute 45+2 – Vierundvierzig beseelte Füße ihn zu streicheln

Was bisher geschah:

Hier könnt ihr euch die bisherigen Einträge rund um die fünf Jungs, die vor dem Fernseher ein Fussballspiel verfolgen, lesen. Nun aber viel Spaß mit der aktuellen Ausgabe:


Stegisch: „Kannst du bitte deine Käsefüße aus meinem Gesicht nehmen?“

Die Fünf sitzen, liegen und lehnen auf und rund um eine zu klein geratene Couch im Wohnzimmer. Von dort aus sind ihre Blicke auf den zu groß geratenen Fernsehbildschirm gerichtet. Vier zusammengerückte Freunde finden Platz am ledernen Sofa. Dem Fünften bleibt der ungeliebte Teppich am Fußboden. Jeder, der aufsteht, um sich Erfrischungen zu holen oder sich zu erleichtern, hat unweigerlich das Pech, den fünften Platz einzunehmen. Ein Gang zur Toilette ist folglich stets ein wohlüberlegter Schritt. Die neue Innovation am Teppich ist seit kurzem ein großer Polster, der eigentlich zum darauf Sitzen gedacht ist, gerne aber auch als Kopfkissen benutzt wird. Doch wandert der Kopf des unbequem liegenden Fünften auf den Polster, kommt er den Füßen der vier erhaben Sitzenden oft gefährlich nahe. Eine leichte Fuß-Kopfkollision führte diesmal zur Käsefüßeaussage von Stegisch und eröffnet sogleich ein neues Gesprächsthema.

(mehr …)

Am Kickplatz
Pub am Vormittag statt Afterhour im Club

Wenn jemand eine Reise tut, dann…. Nein, lieber nicht! So kann ich diesen Rückblick auf ein grandioses Wochenende einfach nicht beginnen, es hagelt sonst wieder Kritik von Steghauser und das Phrasenschwein darf ich obendrein füttern. Dieses Mal bin ich so frei und verwende meine Kolumne für einen Reisebericht. Ich starte dafür am besten ganz am Anfang: Pünktlich zum Weihnachtsfest erreichte uns im vorigen Jahr die frohe Botschaft. Als religiös unbedarfter Mensch meine ich damit aber nicht die Geburt eines vermeintlichen Gottessohnes, sondern ein Geschenk mindestens ebenso sakralen Ausmaßes, also zumindest für uns: Wir hatten vier Tickets für das berühmte North-London Derby zwischen Tottenham Hotspur und dem FC Arsenal ergattert. Und das noch dazu im ehrwürdigen Wembley-Stadion. Na bumm! Von Vorfreude getragen, vergingen die kommenden eineinhalb Monate wie im Schlaf und spätestens als wir die Karten in Händen hielten, stellte sich die Gewissheit ein, dass wir tatsächlich Teil dieses großen und wie sich herausstellen sollte auch historischen Spiels sein würden.

(mehr …)

Sebastian Prödl
“Nach einem Spiel in der Premier League fühlt man sich nicht wie ein Fussballer, sondern wie ein Boxer.”

“Go big or go home” dachten wir, bevor wir unsere Heimreise aus London antreten mussten. Deshalb freut es uns sehr, dass wir mit Sebastian Prödl einen der größten aktiven österreichischen Fussballer für ein Spielfrei-Interview gewinnen konnten. Nachdem wir uns erst kürzlich mit Stefan Maierhofer unter anderem über seine Zeit in England unterhalten haben, sprachen wir natürlich auch mit Sebastian über seinen Alltag auf der Insel. Außerdem wollten wir wissen, wie man sich körperlich auf die harten Bedingungen der Premier League vorbereitet, was die größten Unterschiede zur deutschen Bundesliga sind, welche Ziele er noch für das Nationalteam hat und noch vieles mehr.

© spielfrei.at

(mehr …)

Nachlese: Ich seh’, ich seh’, was du nicht siehst

Irgendwo in Europa: Der Scout sitzt auf der hölzernen Tribüne und verfolgt, wie das hoffnungsvolle Talent dem Spiel seinen Stempel aufdrückt. In sein schlaues Buch notiert er sich allerlei Wissenswertes über dessen Fähigkeiten. Wie er im Dribbling standhaft bleibt und wie er selbst unter Druck die Übersicht bewahrt. Ein paar weitere überzeugende Spiele folgen und nach ein paar Monaten steht fest: Er ist genau der Richtige. Von dort weg geht alles ganz schnell. Der Verein des Scouts schlägt zu und verpflichtet den Dribbelkünstler. Der großen Karriere steht nichts mehr im Wege.

© spielfrei.at

Es klingt so schön einfach, beinahe wie eine Liebesgeschichte. Er sieht ihn, und daraus entsteht das große Glück. Der Fussball ist eben durch eine besondere Form von Romantik geprägt. Und doch sind diese Geschichten eine Seltenheit. Auf eine solche Liebesgeschichte kommen unzählige weniger romantische und weniger erfolgreiche.

(mehr …)