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Episode 24 – Fussball und Technologie

Spielfrei Podcast Episode 24 - Fussball und Technologie
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Für Episode 24 unseres Podcasts haben wir uns wieder prominente Verstärkung ins Studio geholt, unser Gast ist dieses Mal Roland Goriupp. Für alle, die ihre Zwanziger hinter sich haben, dürfte er als ehemaliger Torwart des SK Sturm Graz ein Begriff sein. Dem Fussball ist er als Geschäftsführer der Steirischen Tormannakademie und sportlicher Leiter des High-Tech-Trainingszentrums skills.lab in Wundschuh aber auch nach seiner aktiven Karriere treu geblieben. Mit ihm unterhalten wir uns über den Einsatz von technischen Hilfsmitteln im Trainingsalltag und generell über die zunehmende Technologisierung des Fussballs. Wieder mal uneingeschränkte Hörempfehlung, viel Spaß!

 

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Am Kickplatz
Robert sieht Rot!

Rot ist meine Lieblingsfarbe, das war sie eigentlich immer schon. T-Shirts, Schuhe, Einrichtungsgegenstände, Autos oder was auch immer – am liebsten alles in diesem Ton. Nicht Aggressivität oder Gefahr verbinde ich damit, sondern vielmehr Liebe, Leidenschaft und Temperament. Auch mein absoluter Lieblingsclub präsentiert sich in der Regel ganz in Rot, für das Bekenntnis zu den Reds vom FC Liverpool war aber zugegebenermaßen nicht die Farbe der Trikots ausschlaggebend.

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Am Kickplatz
Nichts Genaues weiß man nicht

Sommerzeit ist Fussballzeit! Wo ansonsten spielfreie Ruhe herrscht, stehen Fussballfans dank der kürzlich eröffneten Weltmeisterschaft nun glückselige Wochen voller Tippsiele, Public Viewings und Prohaska-Fallfehler bevor. Als WM-Junkie versuche ich – sehr zum Leidwesen meiner besseren Hälfte – nach Möglichkeit jedes Spiel samt Vor- und Nachberichten zu verfolgen. Selbst Teams wie Panama, Peru, Südkorea oder Senegal ziehen mich dieser Tage magisch in ihren Bann, sodass ich kaum die Zeit für meine Kolumne finde. Sowohl fürs Mitfiebern vor dem Fernseher als auch für diese Zeilen gilt jedoch: Was sein muss, muss sein! Weg jetzt aber von den luftigen Höhen des FIFA-Großereignisses, hin zur Bodenständigkeit des heimischen Amateurfussballs.

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Am Kickplatz
Ein Gurkerl für die Ewigkeit

Jeder Fussballfan in Österreich weiß, was ein Gurkerl ist. Während man in Deutschland getunnelt wird, kriegt man das Gurkerl hierzulande geschenkt, ja geradezu passiv hilflos vom Gegner verpasst. Freude kommt beim Beschenkten dabei nie auf. Was bleibt, ist immer das Gefühl, ziemlich blöd dazustehen, meistens auch noch begleitet von einem höhnischen Raunen der Zuschauer und Gegenspieler. Besonders heikel ist es aber, wenn der Mann oder die Frau zwischen den Pfosten betroffen ist. Ein Gurkerl-Tor durch die Beine des Goalies, das ist Magie, eine Auszeichnung für jeden Stürmer. Rund um diese Spezialdisziplin des fussballerischen Zweikampfes begleitet mich seit Jahren eine Geschichte meines guten Freundes und Spielfrei-Kollegen Alex Stegisch, die er bei so gut wie jedem Spiel der Nationalmannschaft mit den Worten “Hey Burschen, wisst’s noch…” einleitet und dann zum gefühlt tausendsten Mal erzählt. Fairerweise muss man sagen, dass sein Mitteilungsdrang in letzter Zeit ein bisschen abgenommen hat. Einerseits wahrscheinlich, weil rundherum immer alle zufällig aufs Klo, dringend telefonieren oder sich etwas zu trinken holen müssen, wenn er zur Erzählung ansetzt. Andererseits liegt es sicher auch daran, dass Robert Almer nicht mehr im Tor der Nationalelf steht. Der Mann, den er in einem epischen Kampf bezwungen hat. Und zwar nicht irgendwie, sondern eben mithilfe eines meisterhaft ausgeführten Gurkerls. Ein historischer Fussballmoment für Herrn Stegisch, leider unbemerkt vom Rest der Welt. Nachdem ich selbst dabei war, kann ich bezeugen, dass das Ganze zumindest nicht erfunden ist, wenn auch schon sehr lange her und weit weg von den Sphären des Profifussballs. Anfang der 2000er-Jahre spielten wir unter dem ziemlich idiotischen Mannschaftsnamen “Johanns heiße Eisen” mit einer durchaus vorzeigbaren Mannschaft gelegentlich bei Streetsoccer-Turnieren, mehr oder weniger erfolgreich. In St. Ruprecht/Raab trafen wir dabei dann einmal auf Robert Almer und seine Jungs. Ob wir damals gewonnen oder verloren haben, weiß ich nicht mehr mit Sicherheit, geblieben ist auf jeden Fall der narrative Ohrwurm vom Gurkerl für die Ewigkeit, der mich zu dieser Ausgabe von “Am Kickplatz” führte.

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Am Kickplatz
Pub am Vormittag statt Afterhour im Club

Wenn jemand eine Reise tut, dann…. Nein, lieber nicht! So kann ich diesen Rückblick auf ein grandioses Wochenende einfach nicht beginnen, es hagelt sonst wieder Kritik von Steghauser und das Phrasenschwein darf ich obendrein füttern. Dieses Mal bin ich so frei und verwende meine Kolumne für einen Reisebericht. Ich starte dafür am besten ganz am Anfang: Pünktlich zum Weihnachtsfest erreichte uns im vorigen Jahr die frohe Botschaft. Als religiös unbedarfter Mensch meine ich damit aber nicht die Geburt eines vermeintlichen Gottessohnes, sondern ein Geschenk mindestens ebenso sakralen Ausmaßes, also zumindest für uns: Wir hatten vier Tickets für das berühmte North-London Derby zwischen Tottenham Hotspur und dem FC Arsenal ergattert. Und das noch dazu im ehrwürdigen Wembley-Stadion. Na bumm! Von Vorfreude getragen, vergingen die kommenden eineinhalb Monate wie im Schlaf und spätestens als wir die Karten in Händen hielten, stellte sich die Gewissheit ein, dass wir tatsächlich Teil dieses großen und wie sich herausstellen sollte auch historischen Spiels sein würden.

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