Die Freunde sitzen zusammengekuschelt auf der Coach und vor der Coach. Sie sehen still auf das Spiel im Fernsehen – wortlos, jedoch nicht gedankenlos. Wie in Trance, ausgelöst durch eine fantastische erste Halbzeit, starren sie auf den Bildschirm, gehen aber einem gemeinsamen Gedanken nach. Sie leben in einer Zeit, in der sich ihre Welt um den Ball dreht und der Ball um ihre Welt. Sie sind ein paar Wenige von Vielen, die dem Spektakel frönen, die Stadien auf- und manchmal heimsuchen, die Spiele gemeinsam und alleine im Fernsehen verfolgen, Highlights am Handy streamen, Statistiken und Tabellen in Zeitungen studieren, Fussballzeitschriften abonnieren, Podcasts hören und produzieren, Fanartikel kaufen, Teamfarben mit Stolz und Freude tragen und trotz bereits gebrechlicher Knochen noch selbst gegen den Ball treten. Sie lieben Fussball. Sie leben Fussball. Sie tragen, wie beinah die ganze Welt, den Fussball in den Alltag mit. Der Fussball wird dadurch zum allgemeinen Kulturgut.
Posch, Stegisch, Schwarz, Troissler, Adelmann in Gedanken: „Die Gegenwart ist schön.“ (mehr …)

In den letzten zwei Jahren brannte es beim Grasshopper Club Zürich (GCZ) lichterloh und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Nun der Paukenschlag: Der einst stolze Grasshopper Club wurde nach China verkauft. Nach 17 Jahren erfolgloser Suche hat die Grasshopper Fussball AG also neue Geldgeber gefunden. Die Champion Union HK Holdings Limited aus Hongkong übernimmt die Aktienmehrheit. Und wechselt gleich einmal das Management aus. Besitzerin wird Jenny Wang, die Ehefrau von Guo Guangchang, dessen Firma Fosun die Wolverhampton Wanderers besitzt.
