Johnny Ertl
„Auch wenn ich nicht der Super-Techniker bin, hau’ ich mich immer voll rein.“

Für unser neuestes Interview haben wir uns mit jemandem getroffen, der so viele Facetten des Fussballs abdeckt wie kaum ein anderer. In seiner aktiven Zeit hat er in Österreich und England gespielt, dazu auch noch einige Einsätze fürs Nationalteam absolviert. Als er dann die Fussballschuhe an den Nagel gehängt hatte, wurde er in den Vorstand seines letzten Vereins gewählt. Die Rede ist von „teenage mutant ninja ertl“ – Fanliebling Johnny Ertl.  

Unser Redakteur Alexander Stegisch hat mit dem gebürtigen Grazer über dessen Zeit in England, das Funktionieren eines Mitgliedervereins wie dem FC Portsmouth und die aktuelle Weltmeisterschaft in Russland gesprochen. Nachdem Johnny mittlerweile als TV Experte und Kommentator bei Puls4 bzw. DAZN das Fussballgeschehen genauestens analysiert, ist der Druck beim WM-Tippspiel entsprechend hoch. Zusätzlich berichtete er noch über die „Neymar Jr’s Five“ Turnierserie und seine Rolle bei diesem internationalen Projekt.  

© Alexander Schwarz

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Am Kickplatz
Nichts Genaues weiß man nicht

Sommerzeit ist Fussballzeit! Wo ansonsten spielfreie Ruhe herrscht, stehen Fussballfans dank der kürzlich eröffneten Weltmeisterschaft nun glückselige Wochen voller Tippsiele, Public Viewings und Prohaska-Fallfehler bevor. Als WM-Junkie versuche ich – sehr zum Leidwesen meiner besseren Hälfte – nach Möglichkeit jedes Spiel samt Vor- und Nachberichten zu verfolgen. Selbst Teams wie Panama, Peru, Südkorea oder Senegal ziehen mich dieser Tage magisch in ihren Bann, sodass ich kaum die Zeit für meine Kolumne finde. Sowohl fürs Mitfiebern vor dem Fernseher als auch für diese Zeilen gilt jedoch: Was sein muss, muss sein! Weg jetzt aber von den luftigen Höhen des FIFA-Großereignisses, hin zur Bodenständigkeit des heimischen Amateurfussballs.

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Kurvenblick
Das Old-School Italo-Derby

Pisa und Livorno – zwei Städte in zwanzig Kilometern Entfernung, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Kultur und Tourismus auf der einen versus Hafen und Industrie auf der anderen Seite. Dem geneigten Fussballreisenden zaubern sie jedoch beide ein Leuchten in die Augen. Als Liebhaber der italienischen Stadion- und Fanlandschaft kommen mir bei dieser Paarung sofort Bilder aus den späten 90iger und 2000er-Jahren in den Sinn: volle, farbenfrohe Kurven mit grandiosem Tifo, aber auch heftige Ausschreitungen in und um die Stadien. Die Nerazzurri bzw. deren Kurve verfolge ich seit vielen Jahren, ist doch das schwarze Graz freundschaftlich mit den Pisani verbunden. Erste Kontakte entstanden durch die Gründungsmitglieder der bekannten Grazer Fangruppen, welche sich in ihren jungen Jahren so oft wie möglich neue Ideen aus dem damaligen „Ultra-Wunderland“ Italien holten. Diese Freundschaft ist trotz massiver Repression, mit der die Kurve Pisas seit Jahren zu kämpfen hat, immer noch fest verankert. Gegenseitige Spielbesuche der jeweiligen Kurven inklusive aufgehängter Zaunmaterialien zeugen in regelmäßigen Abständen davon. 

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News
Erster Transfer in trockenen Tüchern

Wir haben zwar keine Ahnung, was es bedeutet, wenn jemand in trockenen Tüchern ist, aber auch wir präsentieren euch heute unseren ersten Neuzugang in dieser Saison. Mit dem offiziellen Start der Silly Season (so wird die Transferzeit in England bezeichnet, sehr treffend wie wir finden) freuen wir uns sehr, mit Gregor Eibel einen Top-Mann als Verstärkung für unsere Spielfrei-Redaktion gefunden zu haben.

© spielfrei.at

Der gebürtige Kumberger verbrachte seine Jugend in Liebenau und kam durch die damals regelmäßige Teilnahme des SK Sturm am Europacup bereits sehr früh auf den Geschmack von Auswährtsfahrten. Mittlerweile hat Gregor seinen Lebensmittelpunkt in Zürich, von wo aus er bisher über 200 Spiele im Ausland besuchte. Vor allem Italien und Süd- bzw. Osteuropa haben es ihm dabei sehr angetan, aber auch das Spielgeschehen der Eidgenossen verfolgt er mit Begeisterung.

In seiner Kolumne „Kurvenblick“ wird er künftig für Spielfrei über die Ereignisse auf seinen Fussballreisen berichten. Es geht um Tradition, Leidenschaft, Reisestrapazen und die Frage, warum dieses Spiel all diesen Aufwand wert ist. Herzlich Willkommen, Gregor!