Wenn jemand eine Reise tut, dann…. Nein, lieber nicht! So kann ich diesen Rückblick auf ein grandioses Wochenende einfach nicht beginnen, es hagelt sonst wieder Kritik von Steghauser und das Phrasenschwein darf ich obendrein füttern. Dieses Mal bin ich so frei und verwende meine Kolumne für einen Reisebericht. Ich starte dafür am besten ganz am Anfang: Pünktlich zum Weihnachtsfest erreichte uns im vorigen Jahr die frohe Botschaft. Als religiös unbedarfter Mensch meine ich damit aber nicht die Geburt eines vermeintlichen Gottessohnes, sondern ein Geschenk mindestens ebenso sakralen Ausmaßes, also zumindest für uns: Wir hatten vier Tickets für das berühmte North-London Derby zwischen Tottenham Hotspur und dem FC Arsenal ergattert. Und das noch dazu im ehrwürdigen Wembley-Stadion. Na bumm! Von Vorfreude getragen, vergingen die kommenden eineinhalb Monate wie im Schlaf und spätestens als wir die Karten in Händen hielten, stellte sich die Gewissheit ein, dass wir tatsächlich Teil dieses großen und wie sich herausstellen sollte auch historischen Spiels sein würden.
Am Kickplatz
Sebastian Prödl
„Nach einem Spiel in der Premier League fühlt man sich nicht wie ein Fussballer, sondern wie ein Boxer.“
„Go big or go home“ dachten wir, bevor wir unsere Heimreise aus London antreten mussten. Deshalb freut es uns sehr, dass wir mit Sebastian Prödl einen der größten aktiven österreichischen Fussballer für ein Spielfrei-Interview gewinnen konnten. Nachdem wir uns erst kürzlich mit Stefan Maierhofer unter anderem über seine Zeit in England unterhalten haben, sprachen wir natürlich auch mit Sebastian über seinen Alltag auf der Insel. Außerdem wollten wir wissen, wie man sich körperlich auf die harten Bedingungen der Premier League vorbereitet, was die größten Unterschiede zur deutschen Bundesliga sind, welche Ziele er noch für das Nationalteam hat und noch vieles mehr.

Nachlese: Ich seh‘, ich seh‘, was du nicht siehst
Irgendwo in Europa: Der Scout sitzt auf der hölzernen Tribüne und verfolgt, wie das hoffnungsvolle Talent dem Spiel seinen Stempel aufdrückt. In sein schlaues Buch notiert er sich allerlei Wissenswertes über dessen Fähigkeiten. Wie er im Dribbling standhaft bleibt und wie er selbst unter Druck die Übersicht bewahrt. Ein paar weitere überzeugende Spiele folgen und nach ein paar Monaten steht fest: Er ist genau der Richtige. Von dort weg geht alles ganz schnell. Der Verein des Scouts schlägt zu und verpflichtet den Dribbelkünstler. Der großen Karriere steht nichts mehr im Wege.

Es klingt so schön einfach, beinahe wie eine Liebesgeschichte. Er sieht ihn, und daraus entsteht das große Glück. Der Fussball ist eben durch eine besondere Form von Romantik geprägt. Und doch sind diese Geschichten eine Seltenheit. Auf eine solche Liebesgeschichte kommen unzählige weniger romantische und weniger erfolgreiche.
Stefan Maierhofer „Ich bin einer, der immer die Power reinbringen möchte, ich lebe von meiner Energie.“
Für das neueste Interview musste Spielfrei all in gehen. Unser Redakteur Alexander Stegisch traf sich nämlich mit dem Major höchstpersönlich. Die Rede ist natürlich von Stefan Maierhofer. Wir haben den polarisierenden ehemaligen Nationalspieler in Mattersburg getroffen und mit ihm unter anderem über seine Karrierestationen, seinen unglaublichen Ehrgeiz und seine bisherigen Entscheidungen im Leben gesprochen. Außerdem haben wir ihn gefragt, ob Typen wie er auch aus Fussballakademien kommen können. Nach den Interviews mit Viktoria Schnaderbeck und den beiden Schiedsrichtern, haben wir auch mit Stefan Maierhofer (www.stefanmaierhofer.at) wieder ein sehr angenehmes Gespräch geführt.

Episode 09 – Ich seh‘, ich seh‘, was du nicht siehst

In der neuen Episode unseres Spielfrei Podcasts beschäftigen wir uns mit dem Thema Scouting. Wir schauen uns unter anderem an, welche Arten des Scoutings es überhaupt gibt, was für Vorteile sich Vereine dadurch erhoffen können und welche Tools gerade angesagt sind. Außerdem erzählen wir auch, was sich in den letzten Wochen auf Spielfrei so getan hat und was in nächster Zeit noch alles auf euch zukommt. Natürlich gibt es auch wieder „Die Großen 10“, dieses mal zum Thema Selbstdemontagen. Wir wünschen wie immer gute Unterhaltung.
