Fussball ist… 
Andrea Pirlo

In Würde altern dürfen in unserer Gesellschaft eigentlich nur noch Käse und Wein. Diesen Satz las ich kürzlich in einer Tageszeitung und obwohl er mir zwar sehr gut gefällt, kann ich mich mit der Botschaft nicht ganz anfreunden. Einerseits ist unsere Welt von Nostalgie befallen und wir halten an Altbewährtem fest. Andererseits herrscht ein Jugendwahn, gerade im Fussball gilt man mit 40 bereits als Auslaufmodell. Es gibt aber immer wieder Sportler, die beweisen, dass sie gerade am Ende ihrer Karriere zu Höchstleistungen imstande sind. Einer von ihnen ist Andrea Pirlo. Der sympathische Italiener übertrifft sich in Sachen Coolness Jahr für Jahr. Dieser Tage hat er seine Karriere beendet.

Nachdem ich ihn das erste Mal spielen sah, wollte ich meinen Beruf wechseln

Pirlo war die Antithese zum modernen Fussballer: Er schoss kaum Tore, war nicht besonders athletisch und seine Laufleistung war de facto nicht vorhanden. Seine größte Gabe war seine Denkfähigkeit. Auf dem Feld wirkte er wie ein Schachspieler, der seinem Gegner mehrere Züge voraus war. Aber auch auf seine Mitspieler hatte er eine besondere Wirkung. Gennaro Gattuso, seines Zeichens Blutgrätscher, beschrieb seine erste Begegnung mit Pirlo mit den Worten: “Nachdem ich ihn das erste Mal spielen sah, wollte ich meinen Beruf wechseln”. Als neutraler Beobachter stellt sich die Frage, ob diese zwei Herren dieselbe Sportart betrieben haben, ohnehin nicht.

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Am Kickplatz
Coming Home

Mit dem Monat November hat in den unteren Spielklassen bereits großteils die Winterpause eingesetzt. Doch bevor sich auch Am Kickplatz in die selbige verabschiedet, haben Stefan – die alte Leier – Adelmaier und ich am 10.11. noch einmal einen kleinen Ausflug unternommen, um frische Rasenluft zu schnuppern. Es ging dieses Mal nach Anger bei Weiz, wo der SK Sturm Graz und TSV Hartberg die Länderspielpause für ein freundschaftliches Testspiel nutzten. 

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Am Kickplatz
Mit Marlboro an der Outlinie

Die positive Nachricht zuerst: Sie hat tatsächlich ja gesagt. Der ganze letzte Monat stand trotz laufender Herbstsaison für mich weniger im Zeichen des Fußballs, sondern vielmehr in dem meiner Hochzeit. Es wurde geplant, ausgiebigst gefeiert und schließlich geflittert. In Summe also wenig Zeit für Kickplatz-Atmosphäre, Rasengeruch und Kantinenbier. So viel zur „schlechten“ Nachricht – ich gelobe Besserung.

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Das Zeit- und Strafraum Kontinuum: 
Halbzeit-Analyse – Die Zeit, oder: Das Spiel ist.

Was bisher geschah:

Hier könnt ihr euch die bisherigen Einträge rund um die fünf Jungs, die vor dem Fernseher ein Fußballspiel verfolgen, durchlesen. Nun aber viel Spaß mit der aktuellen Ausgabe:


Die Fünf sitzen in völliger Schockstarre vor dem Fernseher. Die erste Halbzeit: Eine Augenweide, ein Traum, ein Jahrhundertereignis, das Ereignis, Wahnsinn. Das Spiel rennt nochmals von der ersten bis zur letzten Minute durch ihren Kopf. Es scheint noch nicht vorbei zu sein. Sämtliche Szenen laufen wie ein Film vor ihrem geistigen Auge ab. Sie realisieren das eben Gesehene noch nicht. Das Ausgleichstor, kurz bevor der Schiedsrichter zur Pfeife griff, war eine Erlösung. Der folgende Jubel der Fünf ist verklungen. Nun versucht jeder für sich die ersten 45 plus 2 Minuten zu realisieren, ohne Erfolg:

Stegisch: „Was war das bitte?“
Schwarz: „Pssst, mal hören was unsere Fußballphilosophen-Analysten dazu zu sagen haben.“

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Episode 07 – Im Wechselbad der Fußballgefühle

634 Einfamilienhäuser, mehr als 26 Million Fahrkarten für die Strecke von Graz nach Weiz oder einen Neymar Jr. All das kann man mit 222 Millionen Euro kaufen. Zumindest die Auswirkungen betreffend des Einkaufs eines Fußballspielers haben wir uns genauer angesehen. Ist das aktuelle Transfergeschäft moralisch in Ordnung? Was für eine Rolle nehmen Spielerberater ein? Wie weit ist das wirtschaftlich noch darstellbar? Und kann auch bitte einmal jemand an die Kinder denken? In unserer neuen Podcast Episode versuchen wir Antworten auf diese Fragen zu geben.